Der Qumran-Kalender war sowohl ein Sonnen-Kalender, der das tropische Jahr mit 365,2422 Tagen, als auch ein Kult-Kalender, der das Kult-Jahr mit 364 Tagen abdeckte.
Dieser Qumran-Kalender war nur durch einen mathematischen Zufall möglich. Nach jeweils 293 Tagen wurde ein Schalttag eingefügt, der bei der Zählung der 364 Tage des Kult-Jahres nicht mitgezählt wurde. Durch diese Schaltung wurde das tropische Jahr mit 365,2422 Tagen fast genau abgedeckt. Der Fehler macht sich erst nach 8305 Jahren durch 1 Überschußtag "bemerkbar"!
294 Tage mal 364 Tage pro Kult-Jahr durch 293 Tage sind 365,2423 Tage pro Jahr.
294 war eine besondere Zahl, denn sie konnte durch 7 mal 42 oder durch 6 mal 49 gebildet werden.
49 Jahre waren ein Jubeljahr und 294 Jahre waren 6 Jubel-Jahre.
294 Jahre mal 364 Kult-Tage pro Jahr plus 365,2422 Schalttage innerhalb der 294 Jahre dividiert durch 294 Jahre ergibt 365,2423 Tage pro Jahr.
Die 364 Kult-Tage wurden in 12 Monate zu 30 + 30 + 31 + 30 + 30 + 31 + 30 + 30 + 31 + 30 + 30 + 31 Tagen aufgeteilt.
Da 364 Kult-Tage ohne Rest durch 7 Tage teilbar sind, konnte jedes Kult-Jahr mit einem Mittwoch beginnen.
Da der Schalttag die durch den Fall der Engel hervorgerufene verdorbene Erdenzeit korrigiert, durfte er auch keine göttliche Wochentagsbezeichnung besitzen. Er war ein "Finsternis-Tag". Wurde dieser "Finsternis-Tag" von den Qumran-Leuten mit dem hebräischen Wort "duq" oder "daveq" bezeichnet, das in den Qumran-Schriften über die Kalender öfter auftaucht und bisher nicht gedeutet werden konnte? Etymologische Schlußfolgerungen von Wise, Abegg und Cook legen die Bedeutung von "sorgfältig beobachten" nahe.
Bei jedem Schalttag verschob sich die Wochentagsfolge um einen Wochentag nach vorne!